Analfissur oder Hämorrhoiden – wo ist der Unterschied?

Beschwerden im Analbereich sind für viele ein unangenehmes Thema – oft wird lange gewartet, bevor man sich damit beschäftigt. Dabei ist genau das wichtig, denn nicht alles, was ähnliche Symptome macht, ist auch das Gleiche. Häufig werden Analfissuren und Hämorrhoiden verwechselt. Das ist verständlich, aber medizinisch gesehen handelt es sich um zwei unterschiedliche Ursachen mit jeweils eigener Behandlung.

Analfissur
Eine Analfissur ist ein kleiner Einriss in der Schleimhaut des Analkanals. Dieser entsteht meist durch harten Stuhl, Verstopfung oder starkes Pressen. Was Betroffene dabei besonders belastet:

  • Ein deutlicher, stechender Schmerz beim Stuhlgang, der insbesondere danach oft noch mehrere Stunden anhalten kann.
  • Der Schmerz wird als brennend oder schneidend beschrieben.
  • Manche, aber nicht alle Analfissuren, bluten, weil kleine Arterien verletzt sind. Dieses Blut ist zumeist hellrot (weil arterielles und sauerstoffreiches Blut) und findet sich häufig auf dem Toilettenpapier oder als feiner Streifen auf dem Stuhl.


Hämorrhoiden
Hämorrhoiden hingegen sind keine Verletzung, sondern vergrößerte Gefäßpolster im Enddarm. Diese Strukturen sind grundsätzlich normal, können aber Probleme machen, wenn sie sich vergrößern oder entzünden.

Die Beschwerden fühlen sich oft anders an:

  • Ein Juckreiz, der von gelegentlich lästig bis dauerhaft sehr störend reicht.
  • ein Nässen im Analbereich
  • ein Druck- oder Fremdkörpergefühl, als wäre etwas „nicht ganz in Ordnung“
  • gelegentliche Blutungen sind möglich, müssen aber nicht zwingend sein, wobei das Blut hier häufig dunkelrot ist, da es sich um venöses (aus den Venen) und deshalb sauerstoffarmes Blut handelt.


Ein entscheidender Unterschied zeigt sich beim Schmerz

  • Eine Analfissur verursacht meist klare, intensive Schmerzen, vor allem beim und nach dem Stuhlgang.
  • Hämorrhoiden sind dagegen häufig eher unangenehm, werden aber erst in späteren Stadien wirklich schmerzhaft.


Gerade dieser Unterschied ist wichtig, denn er gibt oft schon einen ersten Hinweis darauf, womit man es zu tun haben könnte.

Behandlung
Auch die Behandlung geht in weitestgehend unterschiedliche Richtungen:

Bei der Analfissur steht im Vordergrund,

  • die Wunde zur Ruhe kommen zu lassen,
  • den Schließmuskel zu entspannen und
  • für einen möglichst schonenden (nicht zu weichen und nicht zu harten) Stuhlgang zu sorgen.


Bei Hämorrhoiden liegt der Fokus eher darauf,

  • den Druck auf die Gefäßpolster zu verringern und
  • je nach Ausprägung gezielt zu behandeln.


Was eine Analfissur als auch eine Hämorrhoide in der Handhabung gemeinsam haben?

Es ist nützlich, den Bereich mit einem pflanzlichen Öl zu pflegen, zu schützen und die Symptome wie jucken oder brennen / stechen zu reduzieren. Wichtig ist, in der Pflege ohne chemischen Zusätze auszukommen. Im sensiblen Intimbereich sollten nur sanfte Substanzen verwendet werden. Die ölige Konsistenz kann zudem die natürliche Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit deiner Hautoberfläche unterstützen. Das Pflegemittel für den Intimbereich Repatin N13 hat sich hier mit seiner speziellen Rezeptur sehr bewährt.

Zusammengefasst:

Analfissur: Einriss + deutliche Schmerzen (brennen, jucken, stechen) + hellrotes arterielles Blut.
Hämorrhoide: Gefäßveränderung + weniger Schmerzen (jucken und Druckgefühl + eher dunkelrotes venöses Blut.

Auch wenn es Überwindung kostet: Bei anhaltenden Beschwerden lohnt es sich, das Thema aktiv anzugehen und ärztlich abklären zu lassen. Eine klare Diagnose ist der erste Schritt, damit die Beschwerden endlich besser werden.